Erkenntnis

#1
Wenn es der Glaube ist, der die Menschen trennt und dennoch mit am meisten bewegt, ist es vielleicht Zeit die Gemeinsamkeiten und Parallelen der Glaubensrichtungen zu finden und ihre Verbindungen für alle erkennbar zu machen. Möglicherweise fühlen sich dann auch die Menschen wieder mehr verbunden und beginnen sich besser zu verstehen...
„Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt.“ -Khalil Gibran

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Re: Erkenntnis

#2
Hallo WuI,

das ist sicher eine gute Idee, aber die Geschichte hat uns leider immer wieder gezeigt, wie sehr diese Idee ein frommer Wunsch bleiben wird. Ich schließe mich dir sofort und ohne Einschränkung an, bin aber, was den Glauben an die Umsetzung dieser Idee betrifft, nicht gerade zuversichtlich. :-(

Viele Grüße von Catweazle

Re: Erkenntnis

#3
Eines Tages wird es funktionieren Cat. Dann geben wir ihm symbolisch die Erkenntnis zurück und leben alle gemeinsam im Garten Erde. Oder Eden :P.
Nenn es wie du willst.

Und bis dahin sitzen wir eben in einem nicht endenden Teufelskreis, bis nichts mehr geht. 😉🍀
„Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt.“ -Khalil Gibran

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Re: Erkenntnis

#4
Hoffen und wünschen darf man immer, WuI, und vielleicht ein klein wenig im eigenen Leben dazu beitragen, dass man sich den Wünschen annähert oder wenigstens die eigenen Vorstellungen im eigenen Leben umsetzen, so weit das geht. :-)

Viele Grüße von Catweazle

Re: Erkenntnis

#5
ihr Freidenker
euren Gedanken folgend, erinnerte ich mich an ein Zitat von Christian Bale : liebe die Liebe,hasse den Hass
Wäre das nicht eine gute Gemeinsamkeit?.....für unsere neue Religion :rofleek:
Die wichtigsten Dinge passieren nicht immer dann und dort, wo und wenn wir sie erwarten
mc

Re: Erkenntnis

#6
Liebe Mont-Claire,

eine neue Religion...hm...Ich kann den Grundgedanken verstehen, aber das finde ich nur gut, wenn ihr Toleranz innewohnt und sie nicht den Missionarsgedanken "im Programm" hat. Das macht viele kaputt. Damit wurden viele Kriege angezettelt.

Liebe Grüße von Catweazle

Re: Erkenntnis

#7
Hallo mont claire,

ja oder Liebe die Liebe und nimm dem Hass die Säule auf dem er fußt und verändere ihn und wenn das nicht geht leite die Energie in etwas produktives für alle? :-)

Hallo Catweazle,

leider hast du damit recht. Ich habe ein Buch über Produktmarketing gelesen und leider hat eine Religion eben auch alles, was man braucht um sie als Mittel zu Druck, finanzieller Bereicherung und Manipulation zu benutzen. Und jede noch so gut gemeinte Idee wird nach kürzester Zeit von über dem logischen Menschenverstand stehendem Fanatismus beschattet... Mal davon ab, dass man sich mit dieser Religion unter fanatisch religiösen vermutlich nicht nur Freunde macht. :D

Irregute Sonntagsgrüße
An euch beide
WuI
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Re: Erkenntnis

#8
Ich glaube u.a. dass das Wegfallen des Glaubens mit für die vielen Zersplitterungen jedweder Art hier in der Gesellschaft verantwortlich ist.
Das heißt nicht, dass ich den Glauben gut fand - das Gegenteil ist der Fall - aber er war eine tragende Säule der Gemeinschaft und er hat Sinn gegeben.

Dass jeder Idee / jeder Glaube über kurz oder lang zu Fanatismus führt, das wiederum glaube ich nicht.
Die Idee führt ja kein Eigenleben und ist nur so gut, so schlecht oder so fanatikmachend,
wie die Köpfe, in denen sie transportiert wird.
Aus Wolkenschleiern sinken Flocken nieder und dennoch schlägt in meinem Garten leise die Nachtigall (Otomo No Yakanochi)

Die Sterne lauter ganze Noten. Der Himmel die Partitur. Der Mensch das Instrument.
(Christian Morgenstern)

Re: Erkenntnis

#9
Liebe Wul,

ja, leider. Ich finde grundsätzliche einen Glauben gut, sogar manche Religion ( kommt auf's "Konzept" an ). Aber jeder Missionsgedanke ist schädlich. Wenn Menschen es fertigbrächten, jedem seinen Glauben zu lassen und seinen eigenen für sich zu leben, wäre das klasse und allen ginge es besser. Nun... so ist es nicht.

Liebe Lentas,

Glauben war sehr lange sinnstiftend. Das kann er für jeden Einzelnen auch sehr gut sein. Als der Glaube noch für alle sinnstiftend war ( zu sein hatte !!! ), war das Bildungsmonopol noch bei der Kirche. Aber selbst da hat sie schon mit den Kreuzzügen Kriege gegen "Ungläubige" angezettelt und es gab die Inquisition und Menschen wurden verbrannt, weil sie den "falschen" Glauben hatten. Auch später wurden Könige und ihre Anhänger getötet, weil sie den "falschen" Glauben hatten. Selbst ein sehr berühmter und anerkannter Lautenist durfte nicht an den Hof von Elisabeth I. in England, weil er katholisch war. Dafür gibt es unzähliche weitere Beispiele in der Geschichte.
Der Glaube an sich ist nicht schädlich, aber jeder Versuch, andere bekehren zu wollen ist es und war es immer. Und in dem Moment, in dem die Idee in einem fanatischen Hirn Unterschlupf gefunden hat, wird sie ihr Eigenleben schon entwickeln. Wie sonst konnte aus dem Christentum eine Religion werden, die Moslems und Juden verfolgt und getötet hat? Und das, obwohl der Religionsstifter selbst Jude war. Das war seine Ursprungsidee nicht!!! Und genau dann wird's gefährlich. Wenn man jedem seinen Glauben als sinnstiftende Einrichtung, Stütze usw. lassen würde, wäre alles fein. Tja...

Viele Grüße von Catweazle

Re: Erkenntnis

#10
Lieber Catweazle,

ich stimme Dir da natürlich zu : Wenn eine Idee sich im Kopf eines Fanatikers festgesetzt hat, dann findet sie ihren Weg.
Die vielen Grausamkeiten, die im Namen des Glaubens begangen worden sind, sollten eigentlich jeden Gläubigen abtrünnig werden lassen.
Ich glaubte noch nie so richtig -- für mich war das immer eine Art Märchenstunde. Nur Jesus war für mich eine Lichtgestalt, die mir inneren Halt vermittelte in meiner Jugend.

Entgültig verabschiedet habe ich mich, als zu meiner von einem kath. Priester mißbrauchten Freundin noch ein Bekannter kam, der dasselbe erleben musste.
Und als ich Bücher über die Missionierung von Aborigines gelesen habe.

Woher kommt eigentlich Fanatismus .... -- also wie ...genau entsteht er ? Das frage ich mich seit einigen Tagen.

lG Lentas
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(Christian Morgenstern)

Re: Erkenntnis

#11
Hallo Catweazle,
Wenn Menschen es fertigbrächten, jedem seinen Glauben zu lassen und seinen eigenen für sich zu leben, wäre das klasse und allen ginge es besser. Nun... so ist es nicht.
Ja leider... :(

Hallo Lentas,
Woher kommt eigentlich Fanatismus .... -- also wie ...genau entsteht er ? Das frage ich mich seit einigen Tagen.
Sehr interessante Frage... ich habe keine Ahnung, werde aber darüber nachdenken. Ich glaube er ist ein Zusammenwirken von mehreren Faktoren.

Irregute Abendgrüße
An euch beide
WuI
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Re: Erkenntnis

#12
Fanatismus entsteht dadurch, dass man sich selbst nicht erfühlt, aber andere einem das Gefühl geben verstanden zu werden.
Dann schließt man sich jenen an. Dadurch entsteht ein Radikalisierungsprozess.
Man bekommt die gleichen Feindbilder, es wird gehetzt, propagiert und die Wut steigert sich ins Unermessliche, bis schließlich keinerlei Skrupel mehr vorhanden ist.

Ähnlich sieht man das bei Menschen, die stark egozentrisch sind (I-M von poetry.de bspw), jene zu Intelligenzrassismus neigen.
Sie halten ihre Anschauung für absolut und müssen immer im Recht sein. Je weniger Menschen es gibt, die der betroffenen Person kein Meinungsrecht zusprechen, umso ausladender wird die Abneigung gegenüber anderer Meinungen und desto größer der Aggressor.

Das ist alles eine Frage der Zeit.

https://www.youtube.com/watch?v=VWqACvTknls
https://www.youtube.com/watch?v=A5KllZIh2Vo

Re: Erkenntnis

#13
Hallo Eisenvorhang,
Fanatismus entsteht dadurch, dass man sich selbst nicht erfühlt, aber andere einem das Gefühl geben verstanden zu werden.
Dann schließt man sich jenen an. Dadurch entsteht ein Radikalisierungsprozess.
Man bekommt die gleichen Feindbilder, es wird gehetzt, propagiert und die Wut steigert sich ins Unermessliche, bis schließlich keinerlei Skrupel mehr vorhanden ist.
Ich sehe mir gerade das Youtube-Video an und versuche mich in diesen Typen, diesen Jones, hineinzuversetzen. Habe auch mal sein Wiki geöffnet. Interessant wäre herauszufinden welche Faktoren eine Rolle spielten, dass das alles so furchtbar geendet ist... Klar Drogen spielen eine Rolle, zunehmender Druck, Kontrollwahn, Wahn... Da es ein Ein-Personen-Kult war, hat vermutlich auch der Glaube der Leute an ihn irgendwann nachgelassen und damit sein Einfluss, den er versucht hat durch Gewalt und Kontrolle zurück zu gewinnen?

Ich glaube sein Projekt war von Beginn an zum Scheitern verurteilt. Selbst wenn er hundert Jahre alt geworden wäre und er hätte seine Sache dabei gut gemacht, (was er von Anfang an nicht hat) hätten sich die Leute nach seinem Tod wieder getrennt, denn er war die zentrale Figur der Bewegung, der Halt, die Brücke.
Das lässt mich zu dem Schluss kommen, dass man langfristige Dinge nicht auf einem Ein-Personenkult aufbauen sollte. Man braucht ein Regelwerk, dem sich niemand entziehen kann. Gesetze. Und ein moralisches Grundwerteprinzip, das sich der Entwicklung des Zeitgeschehens anpasst, bzw. dementsprechend regelmäßig reformiert wird... Die zehn Gebote zum Beispiel. Die sind doch schon lange nicht mehr in Stein gemeißelt. Ein moralischer Leitfaden... irgendwas...

Und dann kommt das Wichtigste: Die Leute müssen sich freiwillig (aus eigenem Antrieb heraus) an Gesetze halten, sonst entstehen nur schwer kontrollierbare Reaktionsketten.
Und ich kann Sonnenbrillen echt nicht leiden, weil man den Leuten nicht vernünftig in die Augen sehen kann.
Und ich habe keine vernünftigen Worte für das, was da geschehen ist...

Irregute Samstagsgrüße
WuI
„Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt.“ -Khalil Gibran

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