die Brücke

#1
mein Herz baut eine zarte Brücke
auf ihr rutsch ich im Farbenglück
das Tor zum Himmel schimmert golden
es öffnet sich nun Stück für Stück

hab jetzt den Schatz in mir gefunden
seit Tränen nicht verheilter Wunden
sich lösten dann alles hochkam
wilde Fahrt auf der Achterbahn

doch nicht um mich zu besiegen
stand das Dunkle noch mal auf
nein um es zum Fließen zu kriegen
nahm ich willig die Pein in Kauf

Schreckensbilder schüttelten mich
der Geist war aus der Flasche
verließen mich dann ewiglich
nun hält die Liebe Wache

dein Herz baut eine zarte Brücke
nimm nur die ausgestreckte Hand
kannst den Schmerz für immer erlösen
sie führt dich in ein andres Land

im Frieden sein mit Gut und Bösem
so frag nicht mehr nach dem Warum
in dir erscheint das Tor zum Himmel
lass los und leide nicht mehr stumm

Re: die Brücke

#2
Schön, liebe Kirsten.

Mit regelmäßigem Versmaß und Kreuzreim evtl. besser (s.u.).
Satzzeichen zwischen Satzkernen (Subjekt/Prädikat) (Herz baut, rutsch ich) nicht vergessen.

Gern gelesen. LG g


Mein Herz baut eine zarte Brücke.
Ich rutsch auf ihr ins Farbenglück.
Des Himmelstores gold'ne Lücke
erweitert sich mir Stück für Stück.

Hab jetzt den Schatz in mir gefunden,
seit hochkam, was nichts war als Wahn,
sich Tränen lösten aus den Wunden. -
Doch fährt mein Herz noch Achterbahn...

usw.
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