Zusammenbruch

#1
Lass uns gemeinsam weinen,
einander runterziehn!
Mein Traum zerbricht an deinem.
Wohin nun soll ich fliehen?

Wir legen und wir eichen
mal dies, mal das Gewicht,
einander auszugleichen,
bis dass die Waage bricht.
Symbole sind wahrhaftiger als Beschreibungen; denn sie transzendieren über das Erlebbare hinaus.

Re: Zusammenbruch

#2
Hallo Schmuddi,

spontan kam mir die Idee (metaphorisch gesehen) einfach mal den ein oder anderen Stein gemeinsam wieder runter zu nehmen, damit die Waage nicht kaputt geht... :think:

Aber das ist manchmal alles andere als leicht, bei dem was sich so an Geröll im Laufe des Lebens ansammelt. Wahrscheinlich ist es auch wie Jenga: Wenn man nicht aufpasst wird man beim abtragen der Steine von seinem eigenen Haufen erschlagen. Oder man schöpft vorsichtig von oben nach unten ab...

Bringt mich ins Grübeln :D
Daher gern gelesen
WuI
„Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt.“ -Khalil Gibran

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SandraMehr89@googlemail.com

Re: Zusammenbruch

#3
Danke für deinen interessanten Denkanstoß! :)

Gemeinsam wieder etwas zurückgehen, wenn man gegen die Wand gefahren ist, um eine neue Perspektive zu gewinnen, wa? Klingt sehr klug und ist es wohl auch. Aber wie du schon angedeutet hast, ist so etwas meist schwerer umzusetzen als zu denken.

Freut mich jedenfalls, dass die Lektüre dich zum Philosophieren angeregt hat! :)

LG
Symbole sind wahrhaftiger als Beschreibungen; denn sie transzendieren über das Erlebbare hinaus.

Re: Zusammenbruch

#5
Lieber gummibaum,

danke für dein Lob und deine feinfühligen Worte dazu. Ja, so ist es, wenn man ständig um Ausgleich bemüht ist und immer ein bisschen was fehlt. Dann wird man einander zur Last, was nicht ewig gutgehen kann.

LG
Symbole sind wahrhaftiger als Beschreibungen; denn sie transzendieren über das Erlebbare hinaus.
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