Re: Mythen-Spiel

#26
Zimt wurde im selben Jahr von der Tabakindustrie erfunden, in dem es Birte nach vielen Experimenten gelang, eine Art Knopf aus Weizenmehl, Butter und geriebenem Schlauchboot herzustellen. Es starben zu viele Kinder an kubanischen Zigarren und konnten deshalb keinen sinnvollen Zwecken wie Krieg oder Bergbau mehr zugeführt werden. Zuerst rauchten die Kinder die Zimtstangen, aber ihnen wurde davon ständig schlecht. Deswegen konnten sie keinen sinnvollen Zwecken wie Krieg oder Bergbau mehr zugeführt werden. Irgend eine Mutter hat dann Griesbrei und Milchreis erfunden und alles war wieder okay. Jedenfalls ist Griesbrei lecker.

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Die Geburt des Schurken Hallodri

#27
Es war vor ungefähr 3876 Jahren an einem windigen Oktobertag. Die Götter hatten sich ganz warm angezogen - manche trugen sogar Gummistiefel und einen Südwester, da mal wieder Landunter war im Universum.

Schließlich beschlossen sie, festen Boden unter den Füssen zu suchen und den Tag mit einem Würfelspiel zu beenden. Da bot sich Gaia, die Mutter Erde an und diese suchten sie auf.
Sie würfelten darum, wer die nächsten Planeten erschaffen dürfe. Da einer der Götter unbedingt mal wieder etwas Kreatives tun wollte, erhöhte er den Einsatz . Weil er aber keine Felsbrocken und keine Flüsse, keine Gebirge und nichts dergleichen mehr in der Hosentasche hatte,
nahm er einige Pranken voll Erde auf und hauchte ihnen Leben ein , wohlwissend, dass solche Schnellexperimente nach hinten los gehen können.

Und tatsächlich ...es entstanden so eine Art Menschen ...jedoch waren dies große Hallodris mit einem schwarzen Herzen und immer auf Lumpereien aus:

Der Schurke war geboren !!

Orchidee
Aus Wolkenschleiern sinken Flocken nieder und dennoch schlägt in meinem Garten leise die Nachtigall (Otomo No Yakanochi)

Die Sterne lauter ganze Noten. Der Himmel die Partitur. Der Mensch das Instrument.
(Christian Morgenstern)

Re: Mythen-Spiel

#28
Seit einiger Zeit schon irrte Laice, Sohn von Lorrac auf der Suche nach dem Tor zur Spiegelwelt, durch den Dunkelwald. Als er eines Abends an einem kleinen Bach kam, setzte er sich erschöpft in das kühle Moos. Das leise Glucksen und Geplätscher des Baches fing nach einer Weile an, sanft sein Inneres zu berühren und trug nach und nach seine innere Unruhe mit sich fort, die ihn seit einiger Zeit erfasst und immer weiter angetrieben hatte.
Laice schloss die Augen und wusste für einen Moment, in dem er jedes Gefühl für die Zeit verlor, nicht mehr wer er war.
Als er seine Augen schließlich wieder öffnete, fielen ihm die vielen bunten Kieselsteine auf, die am Grunde des Baches lagen.
"Wie wunderschön sie doch sind", dachte er und nahm, als er wieder aufbrach, eine handvoll von ihnen und steckte sich die Steinchen in die Tasche.
Kurze Zeit später trat er aus dem Wald und machte sich auf den Rückweg, ohne, so vermutete er, das Tor gefunden zu haben.
Zuhause angekommen erinnerte er sich an die schönen bunten Steine und wollte sie aus der Tasche holen. Er fand aber nur Samen, die er an dem selben Tag noch in den Wind streute.
Aus ihnen wuchsen Pflanzen, deren Blüten von grosser Schönheit und bunter Vielfalt waren und deren Blätter die frische eines Waldbaches in sich trugen.

Krieg

Re: Mythen-Spiel

#29
Krieg

Es begab sich zu einer Zeit, als noch alle Menschen friedlich waren und in Harmonie lebten. Es war ein Paradies. Sie tranken, aßen und lachten. Egal was geschah, nichts konnte sie aus der Ruhe bringen.
So saßen sie zum Beispiel lachend und süßen Honig naschend zu Tisch. Einige Kilometer entfernt brach ein Vulkan aus. Das war ein farbenprächtiges Ereignis. Ein heraus geschleuderter Stein traf einer der am Tisch Sitzenden. Sie schauten, aßen weiter und freuten sich des Lebens.
An anderer Stelle badeten Menschen am Fluss. Sie spritzten mit Wasser, schwammen und sonnenbadeten sich. Einer im Fluss wurde von Stromschnellen erfasst. Fast wäre er ertrunken. Er trieb im Strudel, kümmerte sich nicht und schwamm unbemüht weiter. Es fühlte sich zwar nicht gut an so viel Wasser zu schlucken, doch es war OK so für ihn und alles ging am Fluss so harmonisch weiter wie immer. Er hatte Glück, der Strudel ließ nach und er schwamm an Land.
Es war Alltag. Herrlich und manchmal verletzten sich eben Menschen oder starben. Wen kümmerte es.
Jahrhunderte hätte es so weiter gehen können, wäre da nicht....ja wäre da nicht eines Tages ein Arzt geboren worden. Da stand er fing an sich über Verletzungen durch Steine, über ertrinkende oder kranke Menschen aufzuregen. Er selbst versuchte auch die Anderen zu heilen. Mit ihnen konnte etwas nicht stimmen, wenn sie auf nichts reagierten und glücklich weiter lebten.
Mit ihm fingen alle anderen Menschen an beunruhigt zu sein. Blutdrücke stiegen, Ängste kamen auf und der Wunsch , dass einem geholfen wird. Und vieles mehr passierte.
Einem hatten diese neuen Empfindungen und die Angst vorm Arzt so überwältigt, dass er ihn erschlug. Der erste Tote durch Menschenhand. Der Arzt, den nun alle so sehr brauchten war nicht mehr.
Es musste ein neuer her sagten die einen. Es ist gut so sagten die Anderen. Die, welche die neuen Gefühle eh störten.
Daraufhin entstanden Meinungsverschiedenheiten. Es nütze den Passiven nichts, sie wurden in die Rangelei um das Thema mit hineingezogen. Sie wurde immer heftiger. Die Ideenvielfalt wie man sich bekriegen könnte stieg rasant an.
Und hier hört man schon den Krieg zum ersten mal raus. So war es dann auch. Sie nahmen Steine und erfanden Waffen um sich gegenseitig zu töten.
Das war der erste Krieg. Zeugen gibt es keine mehr. Es sind damals alle Beteiligten gestorben. Es gab keine Begrenzung oder irgendetwas anderes dass den Krieg hätte zeitig beenden können. Ihnen fehlte die Erfahrung damit.

neues Thema: Hubschrauber

Re: Mythen-Spiel

#30
Hubschrauber. Mein Kumpel Alex ist das personifizierte Ungeschick. Neulich tauchte er mit einem geschienten Zeigefinger bei mir auf. Gelenkkapselriss infolge Sockenausziehens hatte der Arzt diagnostiziert. Angeblich passiere das gar nicht so selten. Jedenfalls ist Alex nicht nur eine Niete auf dem Gebiete des Sockenausziehens, sondern auch auf dem Gebiete des Schraubendrehens. Und deshalb nenne ich ihn Hubschrauber. Denn Hubschrauber sind manche zweckentfremdete Beißzangen und manche Menschen, die Beißzangen zweckentfremden. Jährlich fallen Hubschraubern 1,2 Millionen Gewinde zum Opfer.

Nächstes Thema: Isolde

Re: Mythen-Spiel

#31
Isolde war eine berühmte Palmendiebin und das Lieblingshaustier von König Kommmirnichtkrumm. Als sich Isolde an einem Stück Kokosnuß verschluckte und kurz darauf verstarb, überzog der untröstliche König alle seine bekannten Feinde und die es noch werden sollten, mit Krieg.

Zuckerstange

Re: Mythen-Spiel

#32
zucker von der stange zu kaufen war lange zeit verpönt. billige massenware wollte einfach keiner mehr. nein, jeder zuckerkristall musste facettenreich handgeschliffen und natürlich individuell eingefärbt sein. kein kristall durfte dem anderen gleichen. die zuckermaßanfertiger verdienten sich damit so manche stange geld. weil den leuten aber beim naschen der teuren einzelstücke so viele durch die finger rieselten, besannen sie sich später und kauften fortan den zucker wieder von der stange.

reißzwecke

Re: Mythen-Spiel

#33
Reißzwecke

Niemand wusste genau, wie es dazu gekommen war, aber der lepanische Herrscher war krank geworden und lag seit mehreren Tagen im Delirium. In seinem Fieberwahn hatte er versucht
sein Nachthemd zu verschlingen und wäre beinahe daran erstickt.
Sein Leibarzt war gerade dabei, den Körper seines Königs mit Essigwasser abzutupfen, da entdeckte er hinter dem Ohr des Herrschers, die Reiszwecke. Sie war nicht viel größer als ein Sonnenblumenkern und war ihm bei seiner Untersuchung wenige Tag zuvor, nicht aufgefallen.
Reiszwecken waren damals eine verbreitete Parasitenform, die vor allem in Reisfeldern heimisch war. In ihnen, so hieß es, würden llamische Dämonen wohnen.
Nun wusste der Leibarzt, was zu tun war.
Er pinnte mit kleinen Nägeln Gebetsblätter an das Bett des Königs, welche die Dämonen vertreiben sollten.
Warum wir heute die kleinen Nägel, die sich bis in unsere Zeit als sehr praktisch erwiesen haben, Reiẞzwecken nennen, obwohl sie nichts mit dem eigentlichen Namensträger zutun haben, ausser gemeinsam in einer Geschichte vorzukommen, bleibt ein Mysterium. Man munkelt, die llamischen Dämonen hätten zu der Verwirrung beigetragen, um zukünftig in der Reißzwecke hausen zu können.

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