Mythen-Spiel

#1
Wie wäre es mit einem kreativen Spiel mit Mythen:

User A gibt ein Thema vor, z.B.: Vulkanausbruch

User B schreibt darüber einen kleinen Mythos, der das Geschehen im vorgegebenen Thema mit etwas Fantasie und nicht ganz der Wahrheit entsprechenden Annahmen erklärt - muss ja nicht unbedingt lang sein (zwei bis drei Sätze könnten schon reichen). Z.B. folgendermaßen:

In dem flüssigen Gestein unter der Erdkruste lebt ein riesiges Ungeheuer. Wenn es pupst, wird Lava durch die Erdkruste gepresst.

Erstes Thema: Ebbe und Flut

Viel Spaß! :)
Symbole sind wahrhaftiger als Beschreibungen; denn sie transzendieren über das Erlebbare hinaus.

Re: Mythen-Spiel

#2
Wusste ich längst. Finde die Bezeichnung "Ungeheuer" aber total unangebracht, es handelt sich lediglich um einen noch recht kleinen Leviathan. Das ist das eben, nur weil Leute ein Tier nicht kennen wird es gleich zum "Ungeheuer".

Die Sache mit Ebbe und Flut ist allerdings bei weitem nicht ganz so einfach zu erklären, wie obiges Beispiel. Es handelt sich hierbei um eine sich stets wiederholende Verkettung von Ereignissen, die ich in gekürzter Form und ohne lange Umschweife wiedergeben möchte:

Es wird allgemein angenommen, dass das Phänomen des gehenden und wiederkehrenden Wassers mit dem Mond zu tun hat. Und in gewisser Hinsicht stimmt das auch, nur verfügt der Mond natürlich nicht über eine Wasser- Anziehungskraft, sonst schleppte er ja das Wasser ständig um die Erde und alles wäre ein furchtbares Durcheinander, da sich Fische, die an einen Ort gehören plötzlich an einem ganz anderen wiederfänden etc., es könnten sich weder Flora noch Fauna unter solch instabilen Verhältnissen entwickeln. Tatsache ist, dass es sich um sogenannte Zytohydronixtierchen handelt, die durch den anstrengenden Fortpflanzungsprozess dehydriert sind und das Wasser in sich aufnehmen. Wie nun jeder weiß, löscht Salzwasser aufgrund des hohen Salzgehalts nun einmal nicht den Durst und diese winzigen, armen Geschöpfe trinken so lange, bis sie platzen, man spricht auch vom sogenannten "Saufrausch". Die Tierchen sterben daran und lagern sich regelmäßig auf dem Meeresgrunde ab und bildeten eine dicke, grünbraune, matschige Schicht, die als "Watt" bezeichnet wird. Jedenfalls wird in diesem Prozess das einmal aufgesogene Wasser wieder freigegeben. Zytohydronixtierchen kommen in einer ähnlichen Fülle wie Plankton vor und so kommt es zu diesen Phänomenen, die eben deshalb überall auf der Welt in so unterschiedlichem Maße auftreten, ganz nach der örtlichen Verbreitung dieser possierlichen Tierchen.

:ugeek:

Warum ist der Himmel blau?
...aber das ist ja nichts Neues...

Re: Mythen-Spiel

#3
Ich glaub' dir das, Jack! Ist für mich absolut schlüssig... . :thumbup: ;) :)

Warum ist der Himmel blau?

Die Erklärung liegt in dem bekannten, preisgekrönten Film: "Die Truman Show" - zur Unterhaltung der ungläubigen Massen produziert mit dem Ziel, die Menschen mit der Ungeheuerlichkeit zu konfrontieren, so dass sie diese als unterhaltsame Fiktion abhandeln ohne weiter nachzudenken. Wir werden beobachtet! Nichts ist so, wie es scheint - unser Leben, alles was auf diesem Erdball tagtäglich kreucht und fleucht dient zur Belustigung und Analyse. Doch wer steckt dahinter??? Bisher hat noch niemand den Ausgang gefunden...

:shifty:

nächstes Thema:

Sonnenfinsternis :)
"Wissen ist Nacht"

v. Prof. Dr. Abdul Nachtigaller

Re: Mythen-Spiel

#4
Jack: Oh Mann, das ist eine so überzeugende Geschichte! :shock:
Ich werde nie eine Wattwanderung machen! :sick:

@Gwen: Ich hab den Ausgang gefunden. Aber dahinter ist es bei Weitem nicht so interessant wie hier. Habe daher beschlossen, mich der Illusion hinzugeben. 8-)

Das Geheimnis hinter der Sonnenfinsternis ist eng umschlungen mit dem Geheimnis von Tag und Nacht. Einst liebten sich Tag und Nacht so sehr, dass aus ihrer Verbindung ein Kind hervorging: die Erde. Doch das junge Glück fand sich bald sehr besorgt ob der Zukunft ihres Sprösslings, der in dem Zwielicht nicht recht gedeihen konnte. Stets war es auf der Erde zu dunkel, um Pflanzen zu nähren und zu hell für die Tiere, um zur Ruhe zu kommen. Also entschieden die beiden, dass es für die Erde das Beste wäre, sie würden sich nie mehr sehen, um ihr Kindlein abwechselnd zu hüten. Darüber waren sie so traurig, dass sie immer wieder weinen müssen, wenn die Erinnerung zu schwer wiegt. Doch da sie erkannten, wie gut ihre Tränen der Erde tun, wurden sie in ihrem Kummer nur umso mehr bestärkt, das Richtige zu tun. Nur von Zeit zu Zeit, wenn die Sehnsucht sie überkommt, treffen sie sich für einen kurzen, innigen Kuss: Das ist die Sonnenfinsternis.

Neues Thema: Tränen
Symbole sind wahrhaftiger als Beschreibungen; denn sie transzendieren über das Erlebbare hinaus.

Re: Mythen-Spiel

#5
OK, dann ist es wohl an der Zeit, mir das selbst zu erklären...

Um zu verstehen, was Tränen eigentlich sind, muss man darüber sprechen, wie der Mensch denn entstanden ist. Der Mensch hat ja einen Körper, der sich aus der Erde geformt hat und eine Seele, die nichts anderes ist als das Meerwasser, das sich mit der Erde verbunden hat. Wenn wir traurig sind, ist das zu viel für unsere Seele und sie will den Körper verlassen. So einfach ist das.

Nächstes Thema: Frühling
Symbole sind wahrhaftiger als Beschreibungen; denn sie transzendieren über das Erlebbare hinaus.

Re: Mythen-Spiel

#6
Lange bevor der Mensch in seiner jetzigen Form das Licht der Welt erblickte, kämpften Himmel und Erde einen unerbittlichen Kampf miteinander, aus dem nie lang ein Sieger hervorging, da sie beide essentiell waren und nicht dafür geschaffen einander wirklich zu zerstören. Als sie das erkannten, einigten sie sich auf eine gleichmäßige aber sich wandelnde und fruchtbare Kräfteverteilung und setzten so den Grundstein für das Leben, wie wir es kennen.

So folgte nach dem Winter, der gleichsam das Ende und den Anfang des Lebenszyklus darzustellen vermochte, ein neues Erwachen der Natur von so unglaublicher Schönheit und Wachstum, von Stärke, Hoffnung und Lebenswille, dass er all die ihm folgenden Lebewesen in ihrem Werden und Sein inspirierte.

Man nannte diesem Abschnitt "Frühling" und er wurde symbolisch gleichgesetzt mit der Kindheit und jedem fruchtbaren Beginn eines zyklusbegrenzten Lebens.


Nächstes Thema: Urknall
„Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt.“ -Khalil Gibran

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Re: Mythen-Spiel

#7
An einem mystischen Ort, jenseits von Raum und Zeit, leben zwei Libellen. Wenn sie erwachen, küssen sie sich und fliegen dann auf, um im Wind zu tanzen. Nach einem Jahr kehren sie auf ihre Schildkröte zurück, die im Ozean der Möglichkeiten schwimmt und schlafen für unbestimmte Zeit.
Immer dann, wenn sie sich küssen, entsteht aus dem Ozean der Möglichkeiten ein Universum, das mit dem grossen Geist verbunden ist. Es nimmt an Komplexität zu und dehnt sich aus. Das Hintergrundsrauschen, welches die Physiker entdecken konnten, ist das Kussgeräusch der zwei zarten Libellen. Weil alles, was einen Anfang hat, auch ein Ende haben muss, ist unser Universum als Geste des grossen Geistes endlich und zeitlos zugleich. In manchen stillen Momenten schimmert die ungeheure Grossartigkeit dieses Geschehens durch und man hört die Libellen im Traum Liebeslieder singen.

Nächstes Thema: Humor

Re: Mythen-Spiel

#8
Ja, die Libellen bilden ja auch einen ewig wärenden Ring in ihrer Vereinigung.

Also Humor ist so ähnlich wie wenn aus dem Libellenkuss Ozean der Möglichkeit, der aus den Augen als Seele fließt, von dem die saufenden Zyankalie Tierchen trinken und im Ewigen Krieg und Frieden zwischen unserem inneren Himmel und Erde, entstand ein Wesen, das schon in der Gemütlichen Runde am Feuer in den Menschen entstand, die Widerspiegelung der Truemanshow aus dem blauen Himmel, der innere Beobachter, dieser aber explodierte irgendwann durch einen inneren Vulkanfurz und wurde in viele Einzelwesen zerteilt. Eins da von ist der große Humorrr
Das Wesen hatt riesengroße Zähne die aber eckig sind sodas es sie immer zeigt und es ist aus dem Atem des Windes, denn alles was es sagt beginnt mit hhhh: "Ha Hi hähä huhuhu..." Es wartet immer bis etwas paradoxes geschieht. Etwas in dem sich zwei Gegnerische Himmel und Erde Kriegsgedanken auf eine Art harmonische Art verbinden. So das sie Böse und gut gleichzeitig sind. Dann springt er vor mit seinem Schimpansenfell und tanzt wie ein Irrer sich auf den Bauch trommelnd und macht dabei immer Huhu haha hähä hihi
Wie ein Tornado
Jenachdem wie paradox die Sache für seinen Besitzer ist.
Eigentlich ist er ja so eine Art Krafttier. Er begleitet einen DurCh die schlimmsten Abgründe.

Das Lagerfeuer

Re: Mythen-Spiel

#9
Das Feuer im Allgemeinen ist das Blut der Götter, die sich immer wieder als Opfergabe in den Finger schnitten, um die Menschen zu wärmen. Doch wie das mit den Menschen so ist, nehmen sie gleich die ganze Pulsader, wenn man ihnen den kleinen Finger gibt. So entstand über die gezielte Gottesschächtung das Lagerfeuer und indem unsere Zivilisation emporwuchs, starben also die Götter.

Nächstes Thema: Sprache
Symbole sind wahrhaftiger als Beschreibungen; denn sie transzendieren über das Erlebbare hinaus.

Re: Mythen-Spiel

#10
Als die Welt noch jung war und die Menschen noch nicht schneller als die Weisheit geworden waren, da hatte ein Kranich, der gerade in der Mittagssonne am Ufer des grossen Flusses ein Schläfchen machte, einen Traum. In diesem erfuhr er, wie es dazu kam, dass Menschen und Tiere sprechen konnten.
Am Abend erzählte er einem alten Fischer davon und bat diesen, seine Traumerkenntnis aufzuschreiben. Der Fischer kam der Bitte des Kranichs gerne nach, schrieb das Wissen um die Entstehung der Sprache auf und verwahrte das Schriftstück in einem alten Baum, wo  es heute noch liegt und darauf wartet, gefunden zu werden.


Nächstes Thema: Musik

Re: Mythen-Spiel

#11
Als Gott die vier Elemente erschuf, bemerkte die Luft: "Das ist nicht gerecht. Das Feuer, die Erde und das Wasser kann jeder sehen. Nur mich kann niemand sehen." Da beschloss Gott, dass die Luft, wenn man sie nicht sehen kann, den schönsten Klang von allen haben sollte - den Klang menschlicher Empfindungen. Und diesen Klang nannte er Musik.

Nächstes Thema: Mondphasen
Symbole sind wahrhaftiger als Beschreibungen; denn sie transzendieren über das Erlebbare hinaus.

Mondphasen

#12
Vor langer Zeit, kurz vor dem grossen Vergessen, bewegten sich Sonne und Mond auf Kristallschalen, die so angeordnet waren, dass der Vollmond die ganze Nacht schien.
Das brachte manche Menschen und Tiere um den notwendigen Schlaf und einige begannen zu murren und mit den Zähnen zu knirschen.
Da hatten die Astrologen die Idee, sie könnten die Kristallschalen, welche die Bahnen von Sonne und Mond beeinflussten, mit einem riesigen Katapult zerschlagen.
Der Plan gelang und als die Kristallschalen mit einem gewaltigen Klang zerbrachen, wurden Sonne, Mond und Erde wild durcheinander gewirbelt und niemand wusste mehr Bescheid.
Schliesslich hatte die Göttin Gravita ein Erbarmen und erschuff in ihrer Weisheit ein Feld, in denen sich die Bahnen neu ordnen konnten undso entstanden, für jeden Geschmack etwas dabei, die verschiedenen Mondphasen, wie wir sie heute kennen.

Nächstes Thema: Meeresleuchten
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