Schreibanlässe und Inspirationsquellen

#1
Ich ziehe mal ein paar Sätze aus dem Faden meines Gedichts "Über Wunden" herüber damit deutlich wird, was ich in diesem Thread in etwa herauszufinden erhoffe:
Ich lasse dich von Liebe sprechen,
um Überwindung anzuzeigen.
Du siehst mich in die Worte lächeln
und überhörst zum Glück mein Schweigen.
...
Und wenn ich euch jetzt noch sage, wo ich die Inspiration dafür gefunden habe, ernte ich zumindest ein Augenrollen - zurecht. Gestern Abend wartete ich am Bahnhof und dann kommen mir immer irgendwelche zufälligen Lieder in den Sinn. Habe also Dido: White Flag vor mich hingeträllert und der Text in Kombination mit der Tatsache, dass ich Schluckauf hatte und dadurch immer wieder ein "Schweigen" während des Singens einsetzte, hat mich dann zu diesen Hirnsprüngen veranlasst.
Also, um solche skurrilen, lustigen, verrückten, interessanten oder ergreifenden Anekdoten über eure Schreibanlässe oder Inspirationsquellen geht es. Fände es interessant, von euch zu erfahren, was bei manchen eurer Texte so die Entstehungshintergründe waren. Ich freue mich daher auf eure Beiträge. :)

LG
Symbole sind wahrhaftiger als Beschreibungen; denn sie transzendieren über das Erlebbare hinaus.

Re: Schreibanlässe und Inspirationsquellen

#2
Eine sehr schöne Idee, Schmuddelkind.
Eines meiner ersten Gedichte "Halmig" viewtopic.php?f=2&t=4972&p=40202&hilit=Halmig#p40202,
welches mir persönlich noch heute am besten gefällt.
Es entstand eher zufällig. Ich ging im Wald spazieren und ich war sehr traurig/einsam zu diesem Zeitpunkt.
Am Waldboden lag eine weggeworfene Caprisonne und aus ihr lugte der Strohhalm hervor. Ich weiß noch genau,
wie ich dachte, oh je, der arme Strohhalm. Dieser Gedanke beschäftigte mich sehr lange und so enstand dann das Gedicht. Aber erst nach ein paar Tagen, als ich mit meinem Sohn beim Bäcker war und er eine Caprisonne wollte.
Da schossen mir die Bilder förmlich durch den Kopf, die ich dann schnell auf eine Serviette kritzelte. Soviel dazu.

Lieben Gruß

Letreo
Schreiben macht schön.

Re: Schreibanlässe und Inspirationsquellen

#3
Hi Schmuddelkind

ich finde die Idee auch witzig.

Mein Gedicht "Buchdrucker und Kupferstecher" viewtopic.php?f=30&t=5373 entstand,
als ich einen Ast betrachtete, den eben diese B & K verziert hatten.
Das sind beides Borkenkäfer, die so heißen ... was für ein poetischer Name.

Naja und dann, als ich darüber sinnierte, ob die Borkenkäfer evtl. einen geheimen Morsecode in den Ast geritzt hatten,
fragte ich mich,
ob die Götter , Gott ...oder wer auch immer uns von außen wahrnimmt,
sich ebensolche Gedanken macht,
wenn er _ sie wahrnimmt,
was die Menschen so an Zeichen setzen.

lG
Aus Wolkenschleiern sinken Flocken nieder und dennoch schlägt in meinem Garten leise die Nachtigall (Otomo No Yakanochi)

Die Sterne lauter ganze Noten. Der Himmel die Partitur. Der Mensch das Instrument.
(Christian Morgenstern)

Re: Schreibanlässe und Inspirationsquellen

#4
Vielen Dank, dass ihr andere in euren kreativen Prozess einweiht. Es ist echt interessant, weil man ja nur das fertige Gedicht sieht, als wäre es vom Himmel gefallen. Dabei stecken da ja persönliche Vorgänge dahinter, seien sie einschneidend oder recht trivial.
Am Waldboden lag eine weggeworfene Caprisonne und aus ihr lugte der Strohhalm hervor. Ich weiß noch genau,
wie ich dachte, oh je, der arme Strohhalm. Dieser Gedanke beschäftigte mich sehr lange und so enstand dann das Gedicht. Aber erst nach ein paar Tagen, als ich mit meinem Sohn beim Bäcker war und er eine Caprisonne wollte.
Ist ja krass, welche unbedeutenden Dinge eine kreative Arbeit in Gang setzen können. :o
als ich einen Ast betrachtete, den eben diese B & K verziert hatten.
Das sind beides Borkenkäfer, die so heißen ... was für ein poetischer Name.
Cool, da hat also die Natur mit dir kommuniziert und dich dazu angeregt, auf andere Weise zu kommunizieren. :)

LG
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Re: Schreibanlässe und Inspirationsquellen

#5
Der kreative Prozess fasziniert mich auch immer wieder.
Einmal dachte ich so bei mir, ich könnte eine Gedicht über eine Ufolandung schreiben, die deshalb nicht spektakulär für die Menschen ist, weil sie niemand mitbekommt.
Es war einfach ein schneller Gedanke, der sich dann wieder ins Unbewusste verabschiedet hat. Ich weiss nicht mehr genau ob es Tage oder Wochen waren, nach einiger Zeit schrieb ich dann ein Gedicht ( viewtopic.php?p=43716#p43716 ), das sich rasch aufschreiben liess.
In dem Fall war die Inspirationsquelle ein Gedanke, der wie ein Korken an die Oberfläche gebloppt war.
Auf frischer Tat lässt sich der kreative Prozess irgendwie nicht ertappen :) , auch dann nicht, wenn der Anteil an bewussten Denken, reingesteckter Arbeit viel viel höher und aufwändiger ist, als bei einem spontanen Wurf.

Lg,
Serpentina

Re: Schreibanlässe und Inspirationsquellen

#6
Interessant, wie schnell sich so ein "weit hergeholter" Gedanke entwickeln kann und wie lange er dann doch manchmal warten muss, um in Gedichtform zu gelangen.

Auf frischer Tat lässt sich der kreative Prozess irgendwie nicht ertappen

Ja, ist absolut faszinierend. Bei der kreativen Arbeit führt ein Gehirn ein unergründliches Eigenleben. Irgendwie magisch manchmal... oder außerirdisch. ;)

Die Idee zu Wüstenregen ist auch binnen Sekunden während einer recht trivialen Situation entstanden. Ich ging an einem heißen Sommertag eine staubige Straße irgendwo in Brandenburg entlang. Ich war sehr durstig. Als dann ein Auto an mir vorbei fuhr und ordentlich Staub aufwirbelte, fühlte ich mich wie in der Wüste. Keine Ahnung, wie mein Gehirn so was zusammenbastelt, aber sofort fiel mir die Prämisse zu einer Geschichte ein, in der ein Protagonist durch die Wüste irrt und in wenigen Sekunden stand die ganze Handlung fest. Viele Formulierungen kamen mir dann auch sofort in den Sinn.
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Re: Schreibanlässe und Inspirationsquellen

#8
Das ist intressant, was zu Deinem Wüstenregen schreibst, lieber Schmuddelkind.

Meine Geschichte "Die Waage" ist mal innerhalb weniger Minuten aus mir rausgepurzelt -- desgleichen das Gedicht "Die Reise der Rosenknospe" . Ich verlinke es noch.

Ich glaube, dass in unserem Inneren eine große Weisheit wohnt,
die viel mehr über uns weiß,
als unser Kopf, der quasi nur der sichtbare Eisberg über dem Wasser ist.

Ich hatte mal eine sehr gefährliche Situation zu durchleben --
dh. sie war offensichtlich erst "nur" äußerst ungewöhnlich und schwer einzudämmen.
Anschließend hatte ich irrsinnige Angstzustände.

Das war es für viele Jahre . Nach - sicherlich sieben bis zehn Jahren - wurde ich eines Nachts wach und hatte die Antwort auf die Ursache und richtige Einschätzung der Situation.
Dies, ohne dass ich bewusst viel darüber nachgedacht hätte.
Aber anscheinend hat diese innere Instanz in den ganzen Jahren geforscht und Steinchen zu Puzzleteil gelegt,
um mich dann nach Jahren "aufzuklären".

Wennn ich mal mehr Zeit habe, schreibe ich das Ganze als Kurzgeschichte.

Sorry, dass ich jetzt ein wenig vom Thema abgewichen bin -

lG Lentas
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Re: Schreibanlässe und Inspirationsquellen

#9
Ich glaube entgegengesetzt zu Lentas, dass das Leben beziehungsweise wir in dem Leben...
Das viel weniger in uns wohnt, als wir denken.

All die Gedankenfülle und die Denkerei und das Gefühle ist für mich das Resultat von Verzweiflung.

Akt 1: du wirst geboren und wurdest nicht gefragt
Akt 2: du musst leben und keiner sagt wie (auch reichtum lässt verzweifeln)
Akt 3: der Beruf und die Gesellschaft
Akt 4: du alterst
Akt 5: entweder Frau oder allein (du alterst)
Akt 6: du bist alt, senil und zerfällst und weiß nicht mal mehr was "Finger" meint
Akt 7: du stirbst

Das klingt alles sehr dramatisch und tragisch, ist es aber nicht, wenn man einen Blick in die Biologie wirft und versteht wie die Prozesse dort so verlaufen.
Ameisen haben sicherlich auch solche Schwierigkeiten!
Wie baue ich das Tunnelsystem richtig, ohne das die Königin direkt sauer auf mich wird?
Das Gleiche für Bienen?
Das Faultier überlegt sich sicherlich, wie es 100m sprinten kann. etc.

Die Vielfalt der Erfahrungen sind einzigartig, aber in ihrem Wesen sind die Erfahrungen gleich.
Die Liebe. Der Bruch mit der Liebe. Die Freundschaft. Der Bruch mit der Freundschaft.
Eltern ja? Eltern gut oder böse!
Eltern nein? Biste halt sehr autonom
Siehste gut aus, haste berufliches Glück, wenn du gleichzeitig noch belastbar bist.
Biste das nicht, haste berufliche Schwierigkeiten.
Ne schwarz-weiß ist das nicht...
Schau Dir die Reichen an! Die bauen Hochhäuser, weil sie zu viel Kohle haben und rotlos sind, wohin damit.
Verhalten ist einfach zu verstehen und all die Philosophie zeigt nur, dass wir zu viel Zeit haben in unserem zu kurzen Leben und uns Dingen widmen,
die einfach sinnlos sind.
Was sollte man stattdessen tun?
Du. Keine Ahnung!
Aber ich bin ja auch ein Pferd.
Hühühühüh.

Das gilt natürlich nur für unsere Kultur. Aber dieser Kreislauf bzw. dieses Prinzip ist kulturübergreifend.
Das Leben ist was es ist.

Es muss gelebt werden.

Und das ist für mich die einzig wertvolle Erkenntnis.
Das Beste geben und auch dann noch das Beste beim Verwesen geben.

So und irgendwann beginnt sicher wieder alles wie die erste Erinnerung in unserem Leben.
Und der Mist geht von vorn wieder los.
Oder für andere: "Der Mist geht zum Glück wieder von vorne los!" (Optimisten sind mir unheimlich! Vor denen habe ich Angst)

Re: Schreibanlässe und Inspirationsquellen

#10
Mein Schreibanlass für meine letzten Gedichte war der Wunsch sich durch einen Selbstversuch in die religiös vermittelte Schöpfungsgeschichte hineinzudenken und parallelen zu finden. Anfangs hatte ich das nicht beabsichtigt aber es passierte quasi nachdem ich die Auseinandersetzung mit Ralfchen hatte und dann von Ilka sieben Tage gesperrt wurde wie von selbst und hat (rückwirkend betrachtet) bei Poetry schon begonnen. Da dachte ich: Ich starte jetzt mit euch eine Art Versuch wie lange es möglich ist mit völlig unterschiedlichen aber sympatischen Leuten zu interagieren bis das Forum eine negativdynamik annimmt. Bis jetzt kommen wir alle wunderbar klar und das freut mich riesig.

Ich versuche das auch parallel dazu im echten Leben und es soll eine Art Lebenswerk werden, von dem am Ende möglicherweise, also hoffentlich, nicht nur einer profitiert. Bitte seid mir nicht böse deswegen, es geht mir nicht um etwas schlechtes, im Gegenteil. Ich versuche im Grunde herauszufinden was nötig ist um eine fruchtbare interaktive konstruktive und faire Gesellschaft zu schaffen, die sich in einer Art natürlichem Gleichgewicht gewaltfrei autoreguliert. In der Natur funktioniert das ja prinzipiell auch... Dazu versetze ich mich in eine Art virtuelle Ursprungsgeschichte und spinne sie weiter und versuche Verbindungen zu schaffen. Das hier ist und wird also keine Sekte einer verrückten kleinen irren Hexe. ;-) Es klappt übrigens. Ich habe eine deutliche Art von Wahrnehmungsverbesserung gemerkt. :-)

Jetzt ist nur die Frage ob es daran liegt, dass ich daran glauben will oder es glaube und deswegen diese Wahrnehmungsverbesserung vermute oder ob das einfach Zufall ist. Und wenn ich daran glaube, dass es klappt... bin ich dann jetzt multireligiöser Agnostiker?

Irregute Nachtgrüße
WuI
„Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt.“ -Khalil Gibran

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SandraMehr89@googlemail.com

Re: Schreibanlässe und Inspirationsquellen

#11
Das andere Forum da... War da mal als Gast zu gegen...
Kein gesunder Menschenverstand hält sich dort freiwillig auf, wie ich finde.
Aber als Pferd verstehe ich davon sowieso nicht viel.

Aber hey... Du willst einen gewaltfreien Raum?
Die Lösung ist doch total einfach!

Jede Form der bewusst eingesetzten Gewalt verbieten und somit auch jede Art der Toxizität.
In der Psychologie heißt es durchaus "Gleiches gesellt sich gern mit Gleichem".

Weswegen jeder Mann auch darüber nachdenken sollte, wieso er nur schwierige Frauen bekommt
und wieso jede Frau darüber nachdenken sollte, wieso sie schwierige Männer bekommt.

Deswegen: wenn du hier einen guten Nährboden schaffst, kommen auch die richtigen Bienen.

Gute Nacht!

Re: Schreibanlässe und Inspirationsquellen

#12
Hallo IGSP

das ist natürlich soweit richtig aber dann haben wir auch wieder zwei Fronten, zwischen denen nur schwierig Kommunikation möglich ist und zugelassen wird. Wir brauchen aber tausend gut funktionierende kommunikative "Handelsstraßen" dazwischen, damit das funktioniert.

Mir geht es nicht darum erfolgreich eine Beziehung zu führen. Ich will wissen ob es möglich ist eine friedliche Welt zu schaffen in der alle in Coexistenz mit ihrem Glauben und Wissen, friedlich zusammen leben können und was dafür für regulierende Fort- und Rückschritte nötig sind. Da braucht es mehr als ein seine Beziehung nicht in den Griff kriegendes Yin und Yang. Zwei Leute sind nicht das Problem. Wenn die sich nicht lieben sollen sie sich trennen und/oder zu ner Paartherapie gehen. Und dafür muss ich auch kein Forum gründen.

Aber wie ist das in einem Forum, einem Unternehmen, einer Gemeinde, einer Stadt, einem Landkreis... wo sind die Stärken und Schwächen der Kommunikation da und wer paartherapiert das? Das soll einfach so funktionieren?

Dann stellt sich mir, die Religion aufräufelnd, die erste Frage, wie (wenn wir mal vom religiösen System ausgehen) Gott das alles allein schaffen soll? Okay nehmen wir an er hätte die Kirchen samt Anhängern, die ihm (wirklich!) helfen und in Bezugnahme auf den Fortschritt und Wandel der Zeit in seinem Interesse ZUSAMMENARBEITEN (haha :( )... Wie viele Menschen leben heute auf der Welt? Und dann stelle ich mir so Fragen wie: War Gott laut Bibel jemals selbst auf der Erde? Glaube nicht oder? Wie will er also eingreifen? Eigentlich n interessanter Gedanke....

Naja und wer liest heute noch die Bibel? Knastis um Zeit tot zu schlagen, die Zeugen Jehovas, diverse andere kleiner Sekten... welcher Autonormal-kirchgänger hat sie denn jemals komplett gelesen, interpretiert oder versucht zu verstehen außer Bibelforscher und Theologen? Welche Perspektive nimmt das Buch ein? Wie viele von den braven Kirchgängern gehen Sonntags nur zur Kirche um ihr Gewissen zu beruhigen, zu singen, unter Leute zu kommen und sich berieseln zu lassen. Wenn die Kirche nicht noch einer der besten Arbeitgeber auf dem Markt für soziale Berufe wäre würde es noch trauriger aussehen. Grundsätzlich finde ich aber daran gefallen Menschen eine Art wegweisenden Glauben vorzustellen ohne sie dazu zu zwingen. Ich kenne Leute die glauben an Gott aber gehen nicht zur Kirche. Ich kenne Leute die gehen zur Kirche und sind total verblendet... da stimmt doch was nicht? 😂

Naja es wird noch ne Weile dauern mir darüber umfassend Gedanken zu machen...^^

Irregute Nachtgrüße
WuI
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Re: Schreibanlässe und Inspirationsquellen

#13
War Gott laut Bibel jemals selbst auf der Erde?

Im alten Testament schon. Da ließ er sich ja so Späße einfallen, wie z.B. unschuldige Leute auf die Probe zu stellen und ihnen zu befehlen, ihre Kinder zu töten. Und als sie mit dem festen Entschluss, dies durchzuziehen, ihre Gottestreue bewiesen haben, meinte er: "Nee, lass sein! War nur ein Experiment."

Naja und wer ließt heute noch die Bibel?

Ich habe sie gelesen und abgesehen von mir kenne ich noch zwei Leute, die die Bibel gelesen haben - einer davon ist Atheist und der andere Moslem.

Dann stellt sich mir, die Religion aufräufelnd, die erste Frage, wie (wenn wir mal vom religiösen System ausgehen) Gott das alles allein schaffen soll?

Wenn einer per definitionem allmächtig ist, sollte man das ja eigentlich erwarten können. Klappt aber trotzdem nicht so richtig. :?
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Re: Schreibanlässe und Inspirationsquellen

#14
Ich habe ne Kinderbibel gelesen, die war nicht so trocken, hatte bunte Bilder und die ganzen schrecklichen Sachen wurden harmloser dargestellt.😉😅

Vielleicht sollte ich die interessanten Stellen mal Subtextmäßig durcharbeiten und versuchen die Plots herauszufinden und von der Handlungszeit mit den Geschichten anderer Religionen vergleichen. Weiß noch nicht so recht, wie ich das am besten querlesen will...
Eigentlich wäre mir hören lieber. Vielleicht gibts was auf YouTube.

Irregute Nachtgrüße
WuI
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Re: Schreibanlässe und Inspirationsquellen

#15
Forum, einem Unternehmen, einer Gemeinde, einer Stadt, einem Landkreis... wo sind die Stärken und Schwächen der Kommunikation da und wer paartherapiert das? Das soll einfach so funktionieren



——-

das ist doch ganz einfach. judikative und executive.
wenn du in einer stadt mit einer mg leute weg ballerst wirst du bestraft.
wenn du im unternehmen den chef fertig machst, fliegst du.
der wunsch nach omnipräsenten frieden... das gibts nicht

es wird immer leute geben, die sich auflehnen und den frieden zerstören
da hilft keine gutgemeinte kommunikation, auch keine religion kann das kitten

was gott betrifft...diese fragen stelle ich mir nicht... gott heisst für mich mündigkeit fremden zu überlassen.
ein schwerverbrechen (für mich
nur menschen ohne eine eigene meinung tun das. eine totsünde für jene, die das ausnutzen.

Re: Schreibanlässe und Inspirationsquellen

#16
gott heisst für mich mündigkeit fremden zu überlassen.
ein schwerverbrechen (für mich
nur menschen ohne eine eigene meinung tun das. eine totsünde für jene, die das ausnutzen.

Soll das heißen, du bist der Meinung, dass gottgläubige Menschen notwendigerweise ihre Meinungsbildung Gott überlassen? Aber wie soll das funktionieren, wenn man mit Gott nicht reden kann? :?
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Re: Schreibanlässe und Inspirationsquellen

#17
Christlich institutionelle Menschen reden doch mit Gott jeden Tag!
Sie geben ihren Denkapparat auf, weil Gott sie durch das Leben führt, wenn sie sich Gott hingeben.
Gott lenkt dich unbeschadet durch die Wüste, wenn du kniest.
Ein selbstbewusster Mensch, der nicht sehr beeinflussbar ist, würde sich nie beugen.

Ein kollektiv voller Diversität benötigt, meiner Meinung nach, immer klare Regeln.
Alles andere würde ja irgendwann Chaos bedeuten, oder?
Wenn man eine Gemeinschaft aufbauen möchte, die wächst, muss man sich damit beschäftigen wie Leben entsteht.

Wenn ich einen Samen pflanze, braucht der Licht und Wasser, um zu wachsen.
Und nicht Säure und Schatten

Re: Schreibanlässe und Inspirationsquellen

#18
Christlich institutionelle Menschen reden doch mit Gott jeden Tag!

Diese schon. Die beziehen doch aber ihre Gottesvorstellung hauptsächlich aus einem alten Buch.
Dann redest du aber übrigens nicht über Gott, sondern über eine spezielle Religion (vielleicht ein paar Religionen - in Offenbarungsreligionen ist das ja generell so).

Aber es gibt ja auch ganz andere Gottesvorstellungen, die derlei Willensabtretungen nicht kennen, etwa die Gottesvorstellungen der Prärieindianer oder die Pantheisten in der Tradition Herders und Kants, die mit Gott weder einen Katalog von Regeln verbinden, noch dem Göttlichen eine moralische Kategorie wie "gut" oder "böse" zugestehen. Bei den Sioux ist Gott einfach die Natur und an sich nichts Gutes oder Böses, sondern halt einfach funktional. Oder bei Platon, wo die Suche nach Gott wohl fast gleichgesetzt werden kann mit einer Beschäftigung mit der Mathematik. Oder was ist mit Leibniz, der ja versucht hat, Gott abseits der Bibel "rational" zu rekreieren?

Ich sehe daher nicht, dass die Aussage "gott heisst für mich mündigkeit fremden zu überlassen" in dieser Absolutheit stimmt. Richtig ist sicherlich, dass viele religiös sozialisierte Menschen sich darauf verlassen, ihre Antworten in ihrem heiligen Buch oder bei heiligen Menschen oder so zu finden und darüber das selbstständige Denken vernachlässigen (das gilt aber übrigens nicht nur für religiöse Menschen, sondern generell für Leute, die einer Doktrin folgen). Aber dass gottgläubige Menschen keine eigene Meinung haben, sehen diese bestimmt anders. ;)
Zuletzt geändert von Schmuddelkind am 02 Mai 2019, 10:54, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Schreibanlässe und Inspirationsquellen

#19
Hallo IGSP, hallo Schmuddi,

Naja so einfach ist es ja letztenendes doch nicht aber ich verstehe was du meinst
Braucht es auch. Es braucht Gesetze. Aber 10 Gebote braucht es eigentlich in dem Sinne nicht, es sei denn als eine Art moralischen "Leitfaden," an dem man sein Handeln misst...

Dann lassen wir die Religion halt mal außen vor und sagen: Es braucht mehr Menschen, die eine Art "Schlichter, Vermittler und Verbinderfunktion" einnehmen. Das können ja auch Vereine, Feuerwehr, Sozialarbeiter etc sein...
Sie geben ihren Denkapparat auf, weil Gott sie durch das Leben führt, wenn sie sich Gott hingeben.
Das ist natürlich fatal. Selbst denken kann einem niemand abnehmen, nicht mal ein Gott. Ich schätze, das ist auch der Grund für Glaubenskriege. Also die sehr engstirnige Auslegung religiöser Texte, in Zusammenhang mit dem Wunsch "etwas besseres" oder "klüger, frommer" zu sein als der Andere.

Ich glaube es wird in Zukunft wichtig sein, das konstruktive Denken für und mit Anderen dem egoistischen Denken vorzuziehen. Nur so können wir Veränderungen wie dem Klimawandel, der Altersarmut, der Ausländerfeindlichkeit etc. entgegentreten.

Dazu wird es wichtig sein Entscheidungen und ihre Rolle in einem System zu betrachten und sie nicht einzeln zu fällen ohne sich den Überblick zu machen: Was passiert schlimmstenfalls, was bestenfalls. Es braucht aus meiner Sicht auch mehr Aufklärung über die Gründe eine politische Entscheidung zu treffen. Zum Beispiel: Warum lassen wir Ausländer ins Land? Und wenn die Leute sagen: Ist mir egal ob die ertrinken, dann frag ich oft: Und ist es dir auch egal ob du später Rente bekommst? Man könnte auch dem Fachkräftemangel SOFORT entgegenwirken, wenn Flüchtlinge nicht erst eine Aufenthaltserlaubnis, eine Arbeitserlaubnis bräuchten und dann ihre Berufsausbildung ihnen hier nicht einmal anerkannt wird.
Wenn jedes Unternehmen dafür gefördert werden würde einen Flüchtling zu beschäftigen, auszubilden und (wenns passt) zu übernehmen, dann wäre die Ablehnung nicht mehr so groß, die Vorurteile würden sich auflösen.

Aus meiner Sicht ist das größte Problem der Flüchtlingseinwanderung in Deutschland die damit verbundene Bürokratie, dass es zu wenig Leute gibt, die deren Sprache sprechen (obwohl das mittlerweile in sich gelöst werden könnte) und dass ständig und überall "eine Hand nicht weiß was die Andere macht." Besonders schlimm ist das da wo Grenzen sind. Links ist mein Tanzbeich, rechts deiner. Bsp: Wenn etwas für links förderlich ist, rechts aber schadet, wird es trotzdem durchgedrückt, weil: "Ist nicht mein Bereich, geht mich nichts an. Außerdem möchte ich Anerkennung und erfolgreich sein..."

Es wird selten auf Verbindungen hingearbeitet, stattdessen trennen wir alles systematisch.

Naja jedenfalls ist meine Idee darüber nachzudenken wie man Institutionen die bereits bestehen, so untereinander und in ihrer zwischenmenschlichen Kommunikation optimiert und stärkt, dass sie langfristig gut miteinander arbeiten und auskommen. Ihre gemeinsamen Nenner schweißen sie zusammen. Es braucht nur ein Umdenken.

Irregute Morgengrüße
An euch beide
WuI
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Re: Schreibanlässe und Inspirationsquellen

#20
Ich glaube, dass das größte Problem für die Flüchtlinge ist, dass die Integration auf Bildungsebene so schwer ist und sie schlussletztlich keine andere Wahl haben und in die Beschaffungskriminalität abrutschen.
Zugegebenermaßen bin ich auch kein Freund davon, dass JEDER reingelassen wird... Denn die Hilfebedürftigen, die es definitiv gibt, werden von landeseigenen Kriminellen ausgenutzt als Schleuße. Gerade als damals die Flüchtlinge hier als Masse ankamen, konnte man genau sehen, wer Hilfe brauchte und wer nicht.
Da gabs dann die, die mit Iphone und Goldkette Frauen angepöbelt haben, teilweise sehr übergriffig wurden und dann die, die wirklich Hilfe brauchten, ich aber spürte, dass sie selbst ihr letzten Stück Brot mit mir teilen würden.

Die Sache ist nicht ganz so einfach, dass hast du gut zum Ausdruck gebracht.
Ich bin poltisch gegen links aber auch gegen rechts. Ich bin gegen jede art von Gewalt (auch verbale Gewalt).
Mich kotzt es auch an, dass immer Frauen sich in die Opferrolle packen, wenn es um Gewalt geht.
Was manche Männer hingegen zu ertragen haben, darüber will keiner reden.
Denn da kommt es auch zur Gewalt. Oft manipulative Gewalt, emotionale und sexuelle Erpressung aber auch körperliche Gewalt. Alles schon mehrfach erlebt.

Ich finde ja auch, dass der Gesellschaft ganz viel Verständnis fürs Zwischenmenschliche fehlt. Das liegt aber daran, dass wir alle imperfekt und unsere Erwartungen fehlgeleitet sind. Jeder leitet irgendwie am eigenen Narzissmus und dem Drang sich selbst darstellen zu müssen.
Das finde ich überhaupt nicht schlimm, es zeigt nur einen Mangel auf: kaum jemand besitzt ein stabiles Selbstbewusstsein. (Selbstvertrauen ist was anderes)

Wenn ich die Gesellschaft so sehe, frage ich mich immer wieder: Können wir als Menschen wirklich noch so funktionieren?

Die Krankenscheine mit der Diagnose Depression, oder Neudeutsch auch Burn-Out, nehmen zu! Und im Internet zu wüten ist so viel einfacher, als mit der Pistole im Real Life auf jemanden zu zielen.

Es gibt zu viel Schwulenhass (der vor allem auch von Christen ausgeht), zu viel Vorurteile gegenüber behinderte Menschen...
Zu viel Individualismus (Ein polyamores und polygames Sillicon Valley voller Hipster, brauch ich persönlich nicht...)
Was ich ganz befremdlich finde ist das binäre Geschlecht. Weder Mann noch Frau. Klar akzeptiere ich das und verurteile den Mensch nicht, er leidet ja darunter oder er lebt damit happy.
Ich meine das nicht so. Ich verteufel das nicht, für mich sind es Vorboten für eine Dystopie.

Generell sind doch gerade die Narzissten jene, die ganz oben in der Hierarchie sitzen und die Fäden ziehen.
Ich persönlich habe, wie wahrscheinlich viele andere auch, schon viel krasse Kacke erlebt. In Schulen, in Universitäten, aber auch in Freundschaften und Partnerschaften.
Und ich bin davon überzeugt, dass der Mensch nur dann sozial wird, wenn es um Abhängigkeiten geht.
Schaue ich mich in den Facebookgruppen, wie viele Leute sich da sekündlich aufs Fressbrett hauen...
Es mangelt dem Mensch an Respekt - überall fehlt es an Respekt.
Vermittler wären toll, aber der Job wäre undankbar und viele würden sich sicherlich irgendwann der vorgelebten Idiotie und Unabänderbarkeit geschlagen geben.

Ob wir Rente beziehen werden wenn wir alt sind weiß keiner.
Schau doch mal wie viele Menschen noch in dem Job arbeiten, den sie ursprünglich gelernt haben.
Mein bester Kumpel hat vor einer Woche irgendwie seinen Doktor gemacht.
Hat symbolisch seine Doktorarbeit verbrannt: "Wissenschaftliche Sensation: Doktorarbeiten haben einen grandiosen Heizwert".

Re: Schreibanlässe und Inspirationsquellen

#21
Was manche Männer hingegen zu ertragen haben, darüber will keiner reden.
Denn da kommt es auch zur Gewalt. Oft manipulative Gewalt, emotionale und sexuelle Erpressung aber auch körperliche Gewalt. Alles schon mehrfach erlebt.
Ja das habe ich auch schon häufig beobachtet. Leider zu einer schwer greifbaren Form der Gewalt, die strafrechtlich nicht rechtzeitig konsequent eingedämmt werden kann und dadurch in physische Gewalt gipfelt. Deshalb finde ich die Dynamiken, die zu einer Straftat führen auch sehr oft viel interessanter als die Straftat an sich.
Es gibt zu viel Schwulenhass (der vor allem auch von Christen ausgeht), zu viel Vorurteile gegenüber behinderte Menschen...
Zu viel Individualismus (Ein polyamores und polygames Sillicon Valley voller Hipster, brauch ich persönlich nicht...)
Was ich ganz befremdlich finde ist das binäre Geschlecht. Weder Mann noch Frau. Klar akzeptiere ich das und verurteile den Mensch nicht, er leidet ja darunter oder er lebt damit happy.
Ich meine das nicht so. Ich verteufel das nicht, für mich sind es Vorboten für eine Dystopie.
Ja leider ist das so. Ich hab mich auch oft schon dabei erwischt zu sagen, dass mir etwas nichts ausmacht, ich tolerant bin und vor allem und jedem Respekt habe um im Dialog und anschließender Selbstreflektion dann festzustellen, dass ich mich selbst belogen habe. Zwischen dem etwas zu schreiben, dem etwas zu sagen und dem etwas zu tun liegen Welten, die es zu überbrücken gilt. Ich denke, dass man einen bereits negativ ablaufenden Vorgang dennoch jederzeit verändern kann, wenn auch nicht ungeschehen machen. Für mich sind es darum keine Vorboten für eine Dystopie: Es sind Vorboten für ein freies und selbstbestimmtes Leben für alle. :-)
Ob wir Rente beziehen werden wenn wir alt sind weiß keiner.
Schau doch mal wie viele Menschen noch in dem Job arbeiten, den sie ursprünglich gelernt haben.
Mein bester Kumpel hat vor einer Woche irgendwie seinen Doktor gemacht.
Hat symbolisch seine Doktorarbeit verbrannt: "Wissenschaftliche Sensation: Doktorarbeiten haben einen grandiosen Heizwert".
Wenige, auch in meinem Freundeskreis... Doktorarbeiten sind gut und wichtig. Ich habe eine Bekannte, die sich im Bereich Therapie sehr stark engagiert. Sie versucht die Wirkung manueller Therapie auf wissenschaftlicher Ebene greifbarer zu machen. Forschung und Wissen ist nötig. Und man muss nicht mit sechzehn schon wissen was man machen und werden will. Es ist doch gerade schön jederzeit sagen zu können: "Nein ich möchte jetzt lieber im Büro arbeiten."

Irregute Donnerstagsgrüße an dich
WuI
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Re: Schreibanlässe und Inspirationsquellen

#22
Manchmal ist auch das Forum selbst eine reiche Inspirationsquelle. Meine neue Geschichte "Laufen!" ist z.T. entstanden in gedanklicher Auseinandersetzung mit der Debatte um Wahlwerbung rechtsextremer Parteien, die wir mal im Small-Talk-Bereich führten. Aber auch persönliche Bekanntschaften zu Flüchtlingen spielten im Entstehungsprozess eine Rolle.
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Re: Schreibanlässe und Inspirationsquellen

#23
Ich musste eine Zeit lang schreiben. Es war ein Zwang - Anlass war jeder neue Tag und jede freie Minute.
Der Grund war, dass es mir einfach Spaß gemacht hat zu lernen und zu schreiben.
Mittlerweile schreibe ich nicht mehr täglich, weil ich alle meine Ziele erreicht habe, die ich hatte.

Im Moment denke ich darüber nach, ob ich das Erlernte vertiefen will oder ob ich es dabei belasse.

Der Anfänger, der hat es leicht.
Man möge ihn mit Gnade halten!
Man lasse ihn die Verse falten...

Re: Schreibanlässe und Inspirationsquellen

#24
Ich verwurschtel in meinen Gedanken öfter nicht zusammenhängende Dinge
und aus denen entstehen dann Gedichte.

zB sah ich vorhin einen Blinden mit seinem typischen Stock auf dem Gehsteig flanieren --
der weiße Stock wogte hin und her ....
und "schwupp" war da die Idee, dass wir ja alle in gewisser Weise Blinde sind mit unseren jeweiligen Sondierungsinstrumenten *

*Idee ist patentiert und wird von mir ausgeführt werden

Oder vorhin, als ich über die Straße marschierte,
und ein Mann aus einer sehr weit entfernten Stadt ausstieg,
war da die Idee, was der jetzt hier in meiner Stadt zu tun hat ...
ob er ein Beratungsgespräch hat, eine Liebste besucht, ein Terrorist ist ,oder oder und wieviele Autos mit wievielen Menschen mit wievielen unterschiedlichsten Zwecken ununterbrochen durch die Welt sausen.


@Eisenvorhang -- das finde ich gut, dass Du Dir Ziele gesetzt hast für Dein Schreiben. So ... kann man sich klarer fokussieren.
Ich schreibe jetzt seit ca. 12 Jahren und habe anfangs in wahren Strömen Gedichte von mir gegeben .... vllt. sehr zum Leidwesen der jeweiligen - Nicht-Gedichteforen.
Aktuell bin ich an einem Punkt angelangt, wo ich mich auch frage : Wo und wie weiter ?? Das Anfängergeschreibe wird irgendwann unbefriedigend. Ich bin zwar keine Anfängerin mehr, aber sehr viele Schritte weiter bin ich noch nicht.

lG Lentas
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Re: Schreibanlässe und Inspirationsquellen

#25
Wo und Wie wäre für mich kein Problem, also weitere Ziele zu finden.... Aber für was? Geld kann ich damit nicht verdienen und einen großen Personenkreis, um jenen zu bedichten habe ich auch nicht.
Das ist bei mir aber sowieso immer das Gleiche: ich interessiere mich für was, ich lerne es, erreiche Ziele und dann herrscht wieder Langeweile...

Aber das Schreiben ist auf jedenfall eine Herzenssache...

vlg

m
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