Wiedergeburt

#1
Tief versunken in Gedanken
streife ich durchs grüne Moos.
Hier verwehren keine Schranken
Zugang zu des Waldes Schoß.

Freudig atmen meine Sinne,
langsam bricht die Seele frei,
so als ob ich neu beginne,
zieht Vergangenes vorbei.

Jeder Schritt löst alte Narben,
um mich her grüßt heile Welt.
Phönix naht mit frischen Farben,
alle Bitterkeit zerfällt.

Neu geboren kehr ich wieder
aus dem Hort von Raum und Zeit.
Voller Demut knie ich nieder
und verspür Zufriedenheit.

Re: Wiedergeburt

#3
Schön, dass du dir, lieber gummibaum, ein paar Gedanken zum Gedicht gemacht hast. Ich habe "freibrechen" gewählt, weil ich damit zum Ausdruck bringen wollte, dass die Seele durch Sorgen und Kummer verkrustet ist, sozusagen von einem Panzer eingeschnürt wird. Und der muss durchbrochen werden.

LG Nöck

Re: Wiedergeburt

#4
Hallo Nöck,

das Befreiende dieser Wiedergeburt wird hier sehr deutlich. Ich finde auch die Idee schlüssig, die Wiedergeburt als eine Befreiung aus einengenden Ängsten, Sorgen, Wünschen und Gedanken zu verstehen. Das LI ist darüber so dankbar, dass es auf die Knie fällt. Die Verwendung von "heile Welt" deutet ich metaphysisch. "Heile Welt" also nicht im Sinne von "rosa Brille", sondern zeitlose Befreiung schimmert für Momente in Raum und Zeit für das Li durch.

Gerne gelesen und darüber nachgedacht,
Serpentina

Re: Wiedergeburt

#7
Hallo Nöck,

die Natur ist einfach klasse. 🧡
Am liebsten habe ich Sonne, Wasser und Wald. 🌳

Unsere Wälder sind viel zu trocken. Viele Bäume hier in der Umgebung sterben, manche sind schon tot. Hier gibt es viele Kiefern, mit flachen Wurzeln. Zu flach um Wasser aus der Tiefe zu holen und anfällig für Frost, der wenn kein Schnee kommt, die Bäume nur noch mehr austrocknen wird... :/ Dann überleben auch viele von denen, die jetzt noch leben den Winter nicht.

Ach es könnte echt mal vernünftig regnen :/
Gern gelesen, dein Gedicht. :)
WuI
„Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt.“ -Khalil Gibran

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