Im Schatten der Olivenbäume

#1
Wo Verlockung reift,
Tragen die Äste dicke Feigen schwer

Süß duftet dein Haar
Wie die Nektarträne einer Blüte
Könnt ich ewig schwelgen hier
Mit dem Duft der Träume hält
Und so entkommen meinem Schicksal
Wo eine müde Sonne vom Himmel fällt

Dort wo du gibst mir Sinn
Und nimmst mir den Verstand
Von Liebe blind getragen
Ein Versprechen uns zu binden
Im Schatten der Olivenbäume
Einer schwülen Sommernacht

Der Morgen graut nüchtern
Die Zeit will nicht stehen
Der Moment ist schon geschehen
Lieben kurz und vergänglich
Ein Abschied ohne Wiedersehen
Mein letztes Wort
Mein letzter Blick
Und nie mehr kehre ich zurück
JC

Re: Im Schatten der Olivenbäume

#2
Lieber Joshua,

solche schwülen Sommernächte machen manchen trunken, und der Morgen is dann um so ernüchternder. Das kommt hier klar zum Ausdruck. Formal lässt noch einiges am Gedicht verbessern. Zum Beispiel sind die Inversionen (Umkehren der normalen Wortreihenfolge im Satz) nicht so schön. Ein Versuch von mir zum Vergleich.

Herzliche Grüße von gummibaum


Herrlich duftet mir dein Haar
wie der Blüte Nektarträne.
Schwelgen möcht ich immerdar
fern von mir, von dem wähne,
dass er keine Sonne hält,
und sie müd vom Himmel fällt.

Denn, wo wir zusammen sind,
soll uns Liebe neu erfinden.
Macht sie den Verstand auch blind:
Ein Versprechen muss sie binden,
vom Olivenbaum bewacht
in der schwülen Sommernacht.

Doch, als nüchtern Morgen graut,
will die Zeit nicht stehen bleiben.
Aus entleerten Augen schaut,
was so stark war, denn mich treiben
eilig neue Pläne fort,
und dir bleibt kein Blick, noch Wort…

Re: Im Schatten der Olivenbäume

#3
Hab ich dich zu diesem Gedicht inspiriert? Das ist dir aber erstaunlich gut gelungen! :hat:
Neidlos gebe ich zu....es gefällt mir besser! :roll: Diese Version nehme ich in meiner Sammlung als Alternative Version (mit deinem Namen als Autor natürlich) auf.
Hut ab! Und vielen Dank!
Beste Grüße
JC
JC
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