Augenblicke

#1
Du batest mich mit Blicken, dich zu küssen.
Doch wenn wer davon erfährt?
Der Augenblick wird wohl vergehen müssen,
gleich wie sehr er sich auch wehrt.

Wir schauten beide in den sternverschneiten
Himmel unsrer stillen Träume
und tauschten unversehens Heimlichkeiten
in dem Schutz der Tannenbäume.

Wir hielten, dass uns nicht die Tränen kamen,
Abschied, flüchtig wie der Wind.
Wie lange dürfen Freunde sich umarmen,
eh sie mehr als Freunde sind?
"Denn alles in der Welt ist endlich.
Nur meine Sehnsucht ist es nicht."

Re: Augenblicke

#2
Sehr schön, liebes Schmuddelkind, wie sich aus Freundschaft hier mehr entwickelt. Der regelmäßige Wechsel im Versmaß zwingt zum pausierenden Lesen. So setzt sich der Inhalt besser. Gut auch die Naturbilder (sternverschneiter Himmel...stiller Träume) für zur Abbildung seelischer Räume.

Herzliche Grüße von gummibaum
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