Re: Vater vergib ihnen

#4
Vergib denen, die nicht wissen, dass sie Väter sind!

Aber im Ernst: Gelungene Umstellung der bekannten Worte Jesu, liebe WuI! Ich denke an all die Regierungen und Behörden, die Flüchtlingsboote nicht am Hafen anlegen lassen wollen, an all die Lebensmittelspekulanten und an alle die zusehen, statt zu helfen.

LG
Symbole sind wahrhaftiger als Beschreibungen; denn sie transzendieren über das Erlebbare hinaus.

Re: Vater vergib ihnen

#5
Blasphemie und eine blinde Haltung zum Glauben, schmuddeliges Kind. Gefällt mir beides nicht.

Dein Kommentar hat die Sinneswandlung vernichtet.

Die Worte Jesu wurden verfälscht und missachtet.

Was gelungen ist, ist den traurigen Gedanken eines nicht Begreifenden wiederzugeben.
Zieh deine Schuhe aus, Moses, denn der Boden auf dem du gehst ist heilig.

Re: Vater vergib ihnen

#6
Interessante Einstellungen.
Gefallen mir alle. :-)

Man sollte die Dinge besser nicht so ernst nehmen, denke ich. Sonst ist der Weg zum Extremismus nicht weit und der ist kontraproduktiv, egal in welche Richtung er geht. Auch auf religiöser Ebene hat er bereits für furchtbares Leid gesorgt. Und dieses Leid kann man nicht durch ein Wort, ein Gebet oder sonstiges "abbüßen."

Man muss sich der Eigenverantwortung annehmen und selbst aktiv werden.

Irregute Grüße
WuI
„Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt.“ -Khalil Gibran

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Re: Vater vergib ihnen

#9
Weil ich die Aufruhr höre, die aus dem langen Türspalt tönt, wende ich den Blick nach links und schaue direkt in die 3 meter hohe, schlanke Holztür einer unscheinbaren Dorfkirche. Ich erkenne junge Menschen wild gestikulierend auf den Bänken. Erinnert mich an Schulausflüge.

Als ich näher rangehe und mein Gesicht zum Türspalt strecke und kurz die Atmosphäre checke, fällt mir geradeaus der dunkle nussbraune Beichtstuhl ins Auge und schon schiebe ich lächelnd mit der Freude eines Kindes die Türe ein Stück auf, um einzutreten. Einen kurzen Moment unterbricht jemand sein Wort und neugierige Blicke haften an mir. Nicht lang, sofort bemerkt man, dass ich nur irgendein Hallodri bin und es wird energisch weiter diskutiert.

Gut für mich. Ich tappe geradewegs auf mein Ziel zu und setze mich in den Beichtstuhl.

Boah... bin ich müde... Ich könnte hier echt ein Nickerchen machen. Ich schließe die Augen und fange an vor mir her zu träumen, während ich durch die Stille um mich aufmerksam der Konversation draussen folge.

...

Jemand kommt näher und das Gespräch und die Aufmerksamkeit wird dadurch kurzzeitig auf den Beichtstuhl gerichtet. Aber schon gleich sind die Beteiligten wieder in ihre Unterhaltung fokussiert. Bis auf eine Person, die sich mir gegenüber wortlos auf die andere Seite des Beichtstuhls setzt. Wir sehen uns nicht, ich höre nur, wie er sich auf das knarzende dunkle Holz setzt. Dann sein Atmen.

"Erzähl", sag ich einfach nur, voller Hoffnung, dass man mitspielt, "was bedrückt dich...?"
Grüß Gott.
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